{"id":918,"date":"2025-12-02T16:35:22","date_gmt":"2025-12-02T15:35:22","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.calandi.de\/?p=918"},"modified":"2026-02-18T16:47:47","modified_gmt":"2026-02-18T15:47:47","slug":"letter-of-intent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stage.calandi.de\/letter-of-intent\/","title":{"rendered":"Letter of intent (Absichtserkl\u00e4rung)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p>Beim Letter of Intent (US-Recht auch als Memorandum of understanding oder letter of comfort bezeichnet) handelt es sich um eine Absichtserkl\u00e4rung oder Grundsatzvereinbarung, in der die beiden Parteien erl\u00e4utern, auf welcher Basis die Vertragsverhandlungen zwischen Kaufinteressenten und Verk\u00e4ufer fortgesetzt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Verhandlungspositionen und Annahmen \u00fcber den Zustand des Unternehmens k\u00f6nnen darin festgehalten werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Exklusivit\u00e4ts- und andere bindende Erkl\u00e4rung (beispielsweise Vertraulichkeitserkl\u00e4rungen) darin enthalten sein, die bei Verletzung der festgelegten Pflichten Schadensersatzforderungen zur Folge haben k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Genereller Aufbau<\/h2>\n\n\n\n<p>Kern der Erkl\u00e4rung sind die Aussagen zum Verhandlungsgegenstand und zum geplanten Ablauf. Diese umfassen in der Regel folgende Inhalte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Handelnde Parteien<\/li>\n\n\n\n<li>Zeitplan (insbesondere der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Due-Diligence-Pr%C3%BCfung\">Due Diligence<\/a> Phase)<\/li>\n\n\n\n<li>Exklusivit\u00e4t f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum &#8211; Keine Verhandlungen mit anderen Interessenten innerhalb der festgelegten Zeit<\/li>\n\n\n\n<li>Verhandlungsgegenstand (Status quo der Verhandlungen, geplantes Vorhaben)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.calandi.de\/weitere-themen\/cash-debt-free-regeln-firmenkauf\/\">Cash and Debt Free <\/a>Klauseln &#8211; Definition, welche Bilanzpositionen zu Barmitteln und Schulden zu rechnen sind und was entsprechend als Nettoschulden aufgefasst werden soll <\/li>\n\n\n\n<li>Vertraulichkeit in Bezug auf Gesch\u00e4ftsdaten, Gespr\u00e4che und Dokumente<\/li>\n\n\n\n<li>Kosten &#8211; in der Regel tr\u00e4gt jede Partei diese bei Abbruch der Verhandlungen selbst &#8211; abweichende Regelungen sind aber m\u00f6glich<\/li>\n\n\n\n<li>Gerichtsstand &#8211; anwendbares Recht<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was gibt es zu beachten?<\/h2>\n\n\n\n<p>Je nachdem, welche Bindungswirkung beabsichtigt ist, kann ein Vorvertrag eine sinnvolle Alternative darstellen. Sind sich die beiden Parteien dem Grunde nach einig, es sind aber noch einige Stolpersteine aus dem Weg zu r\u00e4umen (Baugenehmigungen, Verifizierung bestimmter gesch\u00e4ftlicher Daten oder Eintritt gewisser Ereignisse), so kann es sinnvoll sein, vertragliche Regelungen konkret in das Schriftst\u00fcck aufzunehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall liegt ein Rechtsbindungswille vor, der den Vorvertrag zu einer verbindlichen Erkl\u00e4rung macht und den Hauptvertrag bei Erf\u00fcllung der im Vorvertrag festgelegten Bedingungen zu einer Formalit\u00e4t werden l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Parteien m\u00fcssen sich also vorher im Klaren dar\u00fcber sein, welche Art von Erkl\u00e4rung sie abgeben m\u00f6chten: eine reine Absichtserkl\u00e4rung (LOI) oder eine Erkl\u00e4rung mit Bindungswirkung (Vorvertrag).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Titel des Schriftst\u00fccks (LOI oder Vorvertrag) ist f\u00fcr die rechtliche Auslegung in einer juristischen Auseinandersetzung unerheblich. Die Formulierungen im Vertrag selbst geben Aufschluss dar\u00fcber, welche Bindungswirkung erzielt werden soll. Der Titel beeinflusst nicht, welche Verpflichtungen sich aus der Erkl\u00e4rung ableiten lassen. Ist die Einklagbarkeit des Hauptvertrages nicht gewollt, sollte darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine reine Absichtserkl\u00e4rung ohne Rechtsbindungswillen handelt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"Zusammenfassung\" class=\"wp-block-group blog-highlight-summary\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Titel des Schriftst\u00fccks (LOI oder Vorvertrag) ist f\u00fcr die rechtliche Auslegung in einem Rechtsstreit nahezu unerheblich. Die Formulierungen im Vertrag selbst geben Aufschluss dar\u00fcber, welche Bindungswirkung erzielt werden soll. Ist die Einklagbarkeit des Hauptvertrages nicht gewollt, so sollte explizit darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine reine Absichtserkl\u00e4rung ohne Intention zur rechtsbindenden Wirkung handelt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Letter of Intent (US-Recht auch als Memorandum of understanding oder letter of comfort bezeichnet) handelt es sich um eine Absichtserkl\u00e4rung oder Grundsatzvereinbarung, in der die beiden Parteien erl\u00e4utern, auf welcher Basis die Vertragsverhandlungen zwischen Kaufinteressenten und Verk\u00e4ufer fortgesetzt werden. Die Verhandlungspositionen und Annahmen \u00fcber den Zustand des Unternehmens k\u00f6nnen darin festgehalten werden. 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